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Reiseziele - Antarktis

Antarktische Halbinsel

Ushuaia & Beagle Kanal

Reiseziele - Antarktis - Antarktische HalbinselDort, wo sich der südamerikanische Kontinent in einem Insellabyrinth auflöst, liegt die südlichste Stadt der Welt. In der Sprache der Feuerlandindianer heißt Ushuaia »die Bucht, die nach Osten sieht«. Charles Darwin notierte bereits die »kühnen und hohen Berge, die prachtvollen Gletscher und zahlreichen Wasserfälle«. Von hier beginnt in vielen Fällen Ihre Expeditionsreise in die Antarktis.

Drake Passage

Sir Francis Drake, mehr als berüchtigter Pirat denn als Entdecker bekannt, verdankt die (fast ebenso berüchtigte) Passage ihren Namen. Vom Westen durchziehende Tiefdruckgebiete sorgen häufig für stürmische See.

Süd-Shetland-Inseln

Diese Inselgruppe wurden 1819 vom britischen Robbenfänger William Smith entdeckt und liegt im Norden der Antarktischen Halbinsel. Adélie-, Zügel- und Esels-Pinguine brüten hier in großer Zahl neben einer Reihe von Antarktis-Stationen.

Die folgenden Reiseziele werden oft besucht:

King George Island

Diese Insel an der Nordspitze der Antarktischen Halbinsel hat die größte Konzentration von Forschungsstationen in der Antarktis. Wissenschaftler aus zahlreichen Fachrichtungen und aus verschiedenen Nationen sind hier – zum Teil ganzjährig – bei der Arbeit.

Deception Island

Sie ist eine der imposantesten und größten Vulkaninseln der Erde. Und noch ziemlich lebendig. Ihr mit Wasser gefüllter Krater hat eine schmale Durchfahrt, die man mit dem Schiff passiert, um in das Kraterinnere zu gelangen. An den Ufern des Kratersees können Sie ein antarktisches Bad nehmen. Das heiße Wasser dringt nah an die Oberfläche.

Elephant Island

Mächtige Gletscher bilden den faszinierenden Rahmen, als Empfangskomitee begrüßen Sie Goldschopfpinguine und Kapsturmvögel. Und dann können Sie Geschichte vor Ort »fühlen«: Elephant Island wurde 1916 der Zufluchtsort der Shackleton-Mannschaft, nachdem die Endurance vom Eis erdrückt wurde. 4 Monate vergingen, bevor es Shackleton mitten im Winter gelang, seine Crew zu retten.

Half Moon & Livingstone Island

Hier brüten in großer Zahl Adélie-, Zügel- und Eselspinguine. An den Ufern liegen See-Elefanten, in den Felsen nisten Blauaugen-Kormorane, Kapsturmvögel und Kelp-Möwen.

Antarktische Halbinsel

Blau schimmernde Eisberge, gewaltige Gletscherzungen, Robben, die sich auf Eisschollen ein Sonnenbad gönnen, Pinguine im »Formationsflug« unter Wasser, direkt neben dem Schiff auftauchende Wale – die Natur- und Tierwelt der Antarktischen Halbinsel fasziniert mit einzigartigen Eindrücken und ist die bekannteste Region der Antarktis. Reisen zur Antarktischen Halbinsel werden so auch immer populärer.

Hier sind einige Reiseziele, die häufiger besucht werden:

Paradise Bay

Inseln und Halbinseln, mächtige Gletscher, gigantische Eisberge und über 2000 m hohe Gipfel aus Schnee und Fels umrahmen eine geschützte Bucht, die ihren Namen sehr zu Recht trägt: Paradise Bay. Das Betreten des Paradieses ist gleichzeitig der erste Schritt auf das Festland des antarktischen Kontinents. Während einer Zodiacfahrt können Sie Blauaugen-Kormorane, Wale und Robben beobachten.

Torgersen & Anvers Island

Etwa 2000 Adélie-Pinguin-Paare begrüßen Sie bei Ihrem Besuch auf Torgersen. Genau gegenüber liegt die Insel Anvers mit der amerikanischen Antarktis-Station Palmer.

Port Lockroy

Dieser gut geschützte Naturhafen wurde zu Beginn des 20. Jh. von Walfängern genutzt. Zwischen den Zeugnissen aus jener Zeit siedeln nun wieder Eselspinguine, Seidenschnäbel und Seeschwalben. Ganz in der Nähe der Bucht kalben regelmäßig Gletscher, im stillen Wasser treiben Eisberge vorbei. Die Briten betreiben hier im Sommer ein Museum und eine Poststation. Eines der populärsten Ziele der Antarktischen Halbinsel.

Cuverville Island

Tausende von Esels-Pinguinen nisten unter den Felsen von Cuverville Island. Nicht weit davon entfernt können Sie Scheidenschnäbel, Raubmöwen und Seeschwalben beobachten. Auf den Eisschollen finden sich häufig Krabbenfresser-Robben und Seeleoparden.

Lemaire-Kanal

Bizarr geformte und in vielen Farben schimmernde Eisberge halten im Lemaire-Kanal eine majestätische Parade ab. Eine der spektakulärsten Schiffspassagen der Antarktis, die 1873 vom deutschen Kapitän Eduard Dallmann entdeckt wurde. Häufig erschwert Packeis die Weiterfahrt in Richtung Süden.

Petermann Island

Hier haben Esels-Pinguine ihre südlichste Kolonie gegründet. Und auf den Felsen am Meer nisten Adélie-Pinguine. Die kleine Insel liegt nur wenige Seemeilen südlich des Lemaire-Kanals, und wurde ebenfalls von Dallmann entdeckt.

Argentine Islands

Auf der britischen Faraday Station wurde vor fast 20 Jahren das Ozonloch entdeckt. Heute wird die Station von der Ukraine betrieben und heißt Vernadskiy.

Crystal Sound & Marguerite Bay

Diese landschaftlich beeindruckenden Regionen im Süden der Antarktischen Halbinsel sind erst im Spätsommer zugänglich. Hier werden häufig Weddell- und Krabbenfresser-Robben, Buckel-, Zwerg- und Schwertwale beobachtet.

Paulet Island

Diese einsame Vulkaninsel am Rande der Weddell-See ist die Heimat vieler Tausender Adélie-Pinguine, die regelrechte Promenadenwege angelegt haben um zu ihren Brutplätzen zu gelangen. Blauaugen-Kormorane, Pelz- und Weddell-Robben trifft man in diesem Teil der Antarktis ebenfalls an.

Antarctic Sound

Gewaltige Tafeleisberge treiben in diese Wasserstrasse im Norden der Antarktischen Halbinsel und haben ihr den Beinamen »Allee der Eisberge« verliehen.

Inseln der Sub-Antarktis

Die Inseln zwischen Südatlantik und Polarmeer wirken auf den ersten Blick unwirtlich und schroff. Doch hinter steilen Felsfassaden verstecken sich sanfte Hügel, Graslandschaften und Moore. Menschen haben sich allerdings nur auf den Falklands und in Süd-Georgien ganzjährig eingerichtet und kultivieren britische Lebensart am Rande der Welt. Die Inseln sind populäre Reiseziele auf dem Weg in die Antarktis.

Falkland-Inseln

Die Privatinseln Westpoint und Carcass sind die Heimat für unzählige Magellan-, Felsen- und Esels-Pinguine. Am Strand begrüßen Sie Austernfischer, Dampfschiffenten, Kelp- und Magellangänse. Und mit etwas Glück kreist vielleicht einer der seltensten Greifvögel der Welt über die grünen Inseln: der Falkland-Caracara.

Süd-Georgien

Süd-Georgien ist ein Bruchstück des südamerikanischen Kontinents mit einer Gebirgskette aus über 2000 m hohen Eisriesen. Ornithologen werden sich am Artenreichtum erfreuen: Knapp 60 Vogelarten leben hier, etwa die Hälfte davon brüten auch auf der Insel. Der rauhen Natur trotzen farbige Flechten und Moose in über 200 Arten. James Cook ging hier als erster an Land und der berühmte Polarheld Sir Ernest Shackleton fand seine letzte Ruhestatt auf dem Friedhof von Grytviken. Die historische Walfangstation und das Museum bieten immer noch gute Einblicke in eine historisch interessante Ära. In der Bay of Isles und bei Salisbury Plain fasziniert das Miteinander der Tiere: majestätische Wanderalbatrosse und Sturmvögel, Esels-Pinguine, See-Elefanten, Pelzrobben und vor allem Königspinguine. Süd-Georgien ist ein faszinierendes Reiseziel vieler Expeditionsreisen in die Antarktis.

Süd-Orkney-Inseln

Einer einsamen Festung gleich und selbst im Sommer noch unter Gletschereis versteckt – kaum eine Inselgruppe erscheint abweisender. Pinguine, Robben und Seevögel sehen das anders und die argentinische Forschungsstation »Orcadas« auf der Insel Laurie zeigt sogar, dass Menschen hier leben können. Eines der seltener besuchten Reiseziele dieser Region.

Die Ross See

Cape Adare

Die Ross SeeCape Adare wurde 1841 von James Clark Ross entdeckt. Hier betrat 1855 der Norweger Carsten Borchgrevink als erster Mensch den sechsten Kontinent. Seine Hütte von 1899 ist heute, mehr als 100 Jahre danach, immer noch zu sehen. Bei Cape Adare befindet sich die größte Kolonie von Adélie-Pinguinen der Antarktis. Eines der beeindruckendsten Ziele.

Hobart

Die kleine Stadt liegt im Süden Tasmaniens und ist idealer Ausgangspunkt für Ihre Erlebnisreise in die Ross See.

Cape Hallet

In dieser Gegend, die oft von dickem Packeis eingeschlossen ist, wurde während des Internationalen Geophysikalischen Jahres von 1957-58 eine gemeinsame Station der USA und Neuseelands errichtet. Heute ist die Station verlassen, aber die spektakuläre Landschaft mit gewaltigen Gletschern und Bergen macht den Besuch zu einem einmaligen Erlebnis.

Possession Islands

Diese kleine Inselgruppe direkt vor der Küste des Kontinents wurde 1841 von James Clark Ross und Francis Crozier – beim Versuch den magnetischen Südpol zu finden – entdeckt.

McMurdo Sound

Hier liegen die amerikanische McMurdo Station und Neuseelands Scott Base. Abhängig von einer entsprechenden Genehmigung werden diese beiden Antarktis-Stationen besucht.

Dry Valleys

Diese im McMurdo Sound gelegenen, einzigartigen Trockentäler sind nur mit Hubschrauber zugänglich. Eines der am seltensten besuchten Reiseziele der Welt.

Ross Eisschelf

Das größte Eisschelf der Welt – etwa so groß wie Frankreich – zählt mit seiner fast 800 km langen Abbruchkante zu den beeindruckendsten Naturwundern der Erde.

Ross Island

Ross Island liegt ganz im Süden der Ross See und wird vom höchsten Vulkan der Antarktis, dem Mount Erebus dominiert. Die Insel ist von größtem geschichtlichen Interesse – bei Cape Royds können Sie Shackletons Hütte besuchen, die während seiner Nimrod Expedition 1907-09 gebaut wurde. Erst kurz vor dem Südpol mußte dieser große Polarheld umkehren, um das Leben seiner Männer zu retten. Bei Cape Royds befindet sich heute die südlichste Pinguinkolonie der Welt. Cape Evans ist die Stelle, an der Scott 1911 seine zweite Hütte baute, zu der er nach Erreichen des Südpols nie wieder zurückkehren sollte. Die Neuseeländer haben diese großartigen, historischen Stätten restauriert und konserviert und somit der Nachwelt erhalten.

Terra Nova Bay

Diese Bucht liegt zwischen Cape Washington und der Drygalski Gletscherzunge. Sie wurde von Scott während seiner ersten Expedition 1901-04 entdeckt und nach einem seiner Schiffe benannt. Hier finden wir eine italienische Antarktis-Station.

Cape Washington

Hier finden Sie bis etwa Mitte Dezember eine der größten Kaiserpinguin-Kolonien der Antarktis. Sie sind die größten aller Pinguine, und die einzigen, die im antarktischen Winter bei extrem niedrigen Temperaturen direkt auf dem Eis brüten. Auf dem Bauch rutschend müssen die Tiere große Strecken über das Eis zurücklegen, um das Meer zur Nahrungssuche zu erreichen. In der Kolonie warten zu dieser Zeit des Jahres immer noch die hungrigen Jungtiere in ihrem Daunenkleid.

Inseln der Sub-Antarktis

Diese sehr abgelegenen Inseln im Süden Neuseelands bzw. Australiens stehen unter strengem Naturschutz und sind selten besuchte Reiseziele auf dem Weg in die Antarktis.

Auckland Islands

Zur Gruppe der Auckland Islands gehört auch die kleine, besonders interessante Enderby Insel. Die Gruppe besitzt die reichste Flora aller subantarktischen Inseln, mit einer Vielzahl von Farnen, Moosen und Flechten. Niedriger Wald, Heide und Hochmoore bestimmen das Landschaftsbild. Hier kommen auch die äußerst seltenen Gelbaugenpinguine vor, und die vom Aussterben bedrohten Hookerschen Seelöwen.

Campbell Island

Diese Insel gehört wie die Auckland Islands zu Neuseeland und steht ebenfalls unter strengem Naturschutz. Hier finden Sie die weltweit größte Brutpopulation von Königsalbatrossen.

Macquarie Island

Hunderttausende von Königspinguinen erwarten Sie auf dieser geschützten Insel, die als eine Art »Arche Noah« der südlichen Hemisphäre gilt. Tatsächlich – wohl nirgendwo sonst findet man einen derartigen Reichtum an Tierleben auf engstem Raum. Der Haubenpinguin, ein Verwandter des Goldschopfpinguins, brütet nur auf Macquarie Island. Daneben finden sich hier 25 weitere Arten von Pinguinen und Seevögeln, darunter Esels- und Felsenpinguine und vier Albatross-Arten. Große Gruppen von See-Elefanten liegen faul am Strand. In der Buckles Bay im Norden befindet sich eine australische Forschungsstation. Ein faszinierendes und selten besuchtes Reiseziel.