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Schiffe - Die besten Schiffsreisen

Schiffe - Die besten SchiffsreisenEs gibt mittlerweile eine Vielzahl guter Schiffsreisen in die Polargebiete. Bei der Auswahl sollten Sie jedoch immer auf die Erfahrung der Reederei und des Reiseveranstalters achten. Vertrauen Sie Experten und entsprechend ausgerüsteten Schiffen. Mit einer Reise in die Arktis oder Antarktis besuchen Sie außergewöhnliche Gebiete, in denen man je nach den örtlichen Verhältnissen stets aufs Neue über das Programm entscheiden muß. Dabei wird die Erfahrung der Schiffs- und Reiseleitung von großer Bedeutung sein.

Besonders empfohlen seien an dieser Stelle die kleinen Expeditions- Schiffe: MS Sea Endurance (ehemals MS Quest, nur 50 Passagiere!) und MS Cape Race (12 Passagiere). Die Sea Endurance wurde für den Einsatz als Passagierfähre für die Küstengewässer von Grönland gebaut, ihr Rumpf ist sehr solide und verfügt über eine sehr hohe Eisklasse. Die MS Cape Race ist ein ehemaliges Fischerboot, das in den letzten Jahren zu einer wirklich wunderschönen Expeditionsyacht umgebaut wurde. Ihre Kabinen haben eine Deckenhöhe von 2,50 m, was für Schiffe – gerade dieser Größenordnung – alles andere als selbstverständlich ist. Die MS Bremen und MS Hanseatic der Reederei Hapag Lloyd sind recht luxuriöse Schiffe, allerdings mit 164 bzw. 180 Passagieren relativ groß, was erhebliche Einschränkungen bei den Landausflügen und Schlauchboottouren mit sich bringt.

Die Eisbrecher Kapitan Khlebnikov und Polar Star fahren beide nicht mehr. Der Erstgenannte ist im „echten“ Arbeitseinsatz in der Arktis und Antarktis unterwegs und daher für touristische Kreuzfahrten nicht mehr zu haben. Die Polar Star hatte im Winter 2010/11 eine Havarie in der Antarktis, in dessen Folge die Reederei Insolvenz angemeldet hat.

Wenn Sie größere Schiffe für Ihre Reise in die Arktis oder Antarktis bevorzugen, ist die MS Fram (250 Passagiere) eine Überlegung wert- allerdings müssen Reisende in Kauf nehmen nur relativ kurze Zeit an Land oder im Schlauchboot zubringen zu können, was das Naturerlebnis erheblich schmälert! Die Passagiere werden in Gruppen eingeteilt, wird der Landgang z.B. wegen aufziehendem schlechten Wetter abgebrochen haben die Gäste in den letzten Gruppen das Nachsehen.

Und für eine Expeditionsreise zum Nordpol kommt nur der größte Eisbrecher der Welt, die 50 Years of Victory in Frage!

Grundsätzlich ist bei kleineren Schiffen der Expeditionscharakter ausgeprägter, während auf Reisen mit größeren Schiffen der Kreuzfahrtcharakter dominiert. Wenn Sie besonderen Wert auf kleine Gruppen und viel Zeit an Land legen, dann sollten Sie sich einmal das älteste Expeditionsschiff überhaupt anschauen: die MS Stockholm von 1953 ist ein gediegenes Schiff mit unglaublcher Atmosphäre und Character. Sie gehört dem Kapitän Per Engval der sie liebevoll in Schuss hält und jeden Sommer seinen 12 Passagieren ein einmaliges Spitzbergen-Erlebnis bietet. Man darf sagen, dass es sich um die wirklich schönsten Reisen überhaupt handelt. Mit Wartezeiten von ein bis zwei Jahren muss leider gerechnet werden!

Ein weiteres kleines Expeditionsschiff für Spitzbergen ist die MS Polaris. Als ehemaliger Munitionstransporter der Royal Navy ist sie mit einem gut gepanzerten Rumpf sehr sicher im Eismeer um Spitzbergen unterwegs und bietet den 12 Gästen an Bord komfortablen Platz in 8 Kabinen. Auch 2016 ist der Experte für deutschsprachige Expeditionsreisen, Polar-Kreuzfahrten, mit diesem kleinen Schiff auf einer interessanten Route im Norden von Spitzbergen unterwegs.

Die etwas größeren Einheiten bieten meist mehr Komfort und sind die bessere Wahl, wenn Sie auch sonst gerne Kreuzfahrten unternehmen. Daneben sollten Sie noch berücksichtigen, daß die Quest, Stockholm, Polaris, Hans Hansson und Cape Race – sofern sie von den Experten für kleine Schiffe: Polar-Kreuzfahrten angeboten – werden deutschsprachig gefahren werden. Die Fram und andere Schiffe sind i.d.R. mehrsprachig unterwegs, wobei Englisch häufig die Vortragssprache ist. Die meisten der genannten Schiffe werden übrigens für Expeditionsreisen in die Arktis und Antarktis eingesetzt.

Die relativ leicht zugängliche Antarktische Halbinsel lässt sich von November bis Anfang März gut mit eisverstärkten Schiffen erreichen. Im Hochsommer ist dies theoretisch auch ohne Eisverstärkung möglich. Anlandungen erfolgen hier fast immer mit besonders stabilen Schlauchbooten (Zodiacs). Die weitaus abgelegenere und seltener besuchte Ross See und alle anderen Regionen der Antarktis sind dagegen meist nur mit einem Eisbrecher zu befahren, der zusätzlich Hubschrauber an Bord hat. Diese Schiffsreisen sind echte Expeditionskreuzfahrten.

Auch in der Arktis sind die Eisverhältnisse entscheidend für die Wahl Ihres Schiffes. So lassen sich manche Gebiete im Norden Grönlands, Kanadas und Russlands zu bestimmten Jahreszeiten oft nur mit einem Eisbrecher im Rahmen von Expeditionsreisen erreichen. Für alle anderen Regionen sind kleinere, eisverstärkte Schiffe in der Regel die beste Wahl; für den Westen Grönlands und Spitzbergen bedarf es im Sommer keiner Eisverstärkung. Tschukotka und das Naturparadies Wrangel Island in der Russischen Arktis werden von der MS Spirit of Enderby (50 Passagiere) angelaufen.

Lesen Sie auch die Beiträge zum Tourismus, zum Wetter, zu den Reisezielen und Routen in der Arktis und Antarktis. Eine empfehlenswerte Datenbank für Schiffsreisen in die Polargebiete finden Sie hier.

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