FAQ Gesundheit -
Häufige Gesundheitsfragen für Polarexpeditionen

Die Standards für Schiffsreisen

© Dierk Ronneberger

Beden­ken Sie die übli­chen Pro­ble­me, die eine Schiffs­rei­se mit sich brin­gen kann, wie eine Umstel­lung der Ernäh­rung, Son­nen­brand oder See­krank­heit. Wenn Sie regel­mä­ßig bestimm­te Medi­ka­men­te ein­neh­men müs­sen, packen Sie die­se in aus­rei­chen­der Men­ge ein und neh­men Sie einen Brief ihres Haus­arz­tes mit, der die­se Gesund­heits­pro­ble­me beschreibt, damit der Arzt an Bord des Expe­di­ti­ons­schif­fes im Not­fall schnell und rich­tig reagie­ren kann. Am bes­ten packen Sie wich­ti­ge Medi­ka­men­te dop­pelt in ver­schie­de­ne Hand­ge­päck­stü­cke. Lebens­wich­ti­ge Medi­ka­men­te müs­sen auch bei jedem Land­gang, ver­packt in einem Beu­tel, mit­ge­führt werden.

Impfungen

Im Moment sind kei­ne spe­zi­el­len Imp­fun­gen für die Län­der nötig, die Sie auf Ihrer Expe­di­ti­ons­rei­se besu­chen. Wenn Sie aller­dings bestimm­te Berei­che Asi­ens, Afri­kas oder Süd­ame­ri­kas besu­chen, könn­te evt. eine Gelb­fie­ber­imp­fung not­wen­dig sein. Außer­dem soll­ten Sie mit Ihrem Haus­arzt spre­chen, um sicher zu stel­len, dass Stan­dard­imp­fun­gen, wie z. B. gegen Teta­nus, Hepa­ti­tis A und auch Grip­pe wirk­sam sind.

Seekrankheit

Rech­nen Sie immer mit rau­er See. Soll­ten Sie anfäl­lig für die See­krank­heit sein, spre­chen Sie vor der Rei­se mit Ihrem Arzt über eine mög­li­che medi­ka­men­tö­se Behand­lung und deren Neben­wir­kun­gen. Um die See­krank­heit zu lin­dern, ver­mei­den Sie Alko­hol, Ziga­ret­ten und enge Räu­me. Sie wer­den sich auch bes­ser füh­len, wenn Sie eine Klei­nig­keit wie Cra­cker oder Toast geges­sen haben. Wenn Sie ein­mal see­krank sind, wer­den Tablet­ten nur noch von gerin­gem Nut­zen sein. Der Schiffs­arzt kann Ihnen dann eine Injek­ti­on geben.

Am bes­ten begin­nen Sie mit der Ein­nah­me von Tablet­ten am Abend vor der Schiffs­rei­se (lesen Sie die Packungs­bei­la­ge). Nach ein paar Tagen hat sich der Gleich­ge­wichts­sinn an die Bewe­gung des Schif­fes gewöhnt und wei­te­re Tablet­ten sind meist nur noch bei hohem See­gang nötig. Auch die Tro­pen­wur­zel Ing­wer soll bei man­chen Wun­der bewirken.

Grund­sätz­lich ist das Risi­ko rau­er See auf Ant­ark­tis Rei­sen meist höher als auf Ark­tis Rei­sen. Dies liegt am stür­mi­schen Süd­po­lar­meer, das die Ant­ark­tis umgibt.

Fol­gen­des kön­nen Expe­di­ti­ons­schif­fe in den meis­ten Fäl­len nicht bieten:

  • Rönt­gen­sta­ti­on
  • Blut­trans­fu­si­on
  • Zahn­arzt
  • Chir­ur­gie
  • Anäs­the­sie

Benötige ich eine gute gesundheitliche Verfassung?

Ja. Ant­ark­tis-Rei­se­ver­an­stal­ter wer­den Ihnen ein For­mu­lar geben, das über Ihren gesund­heit­li­chen Zustand infor­mie­ren soll und das Ihr Haus­arzt unter­schrei­ben muss. Da Sie in ein abge­le­ge­nes Gebiet mit ein­ge­schränk­ten Mög­lich­kei­ten zur Behand­lung medi­zi­ni­scher Pro­ble­me fah­ren, ist dies für den Erfolg Ihrer Expe­di­ti­ons­rei­se von gro­ßer Bedeu­tung. Dies gilt auch für vie­le, aber nicht alle Arktis-Kreuzfahrten.

Ist ein Arzt an Bord?

Ja, meis­tens. An Bord des Schif­fes befin­det sich zumin­dest ein Arzt. Beden­ken Sie aber, dass Sie in der Regel wäh­rend der Rei­se kei­nen Zugang zu einer gro­ßen Kli­nik an Land haben. Ihre Gesund­heit spielt also eine wich­ti­ge Rol­le. Klei­ne Expe­di­ti­ons­schif­fe mit nur 12 Pas­sa­gie­ren haben in den meis­ten Fäl­len kei­nen Arzt an Bord.

Gibt es Einrichtungen für Behinderte?

Nein. Die Schif­fe sind nicht für kör­per­lich behin­der­te Men­schen aus­ge­legt. Die Türen sind schmal und die Außen­tü­ren haben hohe Schwel­len. Auf Deck kann es zudem sehr rut­schig sein.

Soll ich eine Reiseversicherung abschließen?

Ja. Sie soll­ten eine Ver­si­che­rung abschlie­ßen, die die Kos­ten einer medi­zi­ni­schen Behand­lung und auch eines Rück­trans­ports abdeckt, da die­ser in der Ark­tis und Ant­ark­tis sehr teu­er ist.

Muss ich für die Reise körperlich fit sein?

Jein. Die Anlan­dun­gen sind meist nicht sehr anstren­gend. Und obwohl so viel Zeit wie mög­lich an Land ver­bracht wird, kön­nen Sie auch ger­ne an Bord blei­ben, um sich aus­zu­ru­hen. Viel von der Umge­bung und der Tier­welt kön­nen auch von Deck des Schif­fes aus beob­ach­tet wer­den. Trotz­dem soll­ten Sie beden­ken, dass sich das Wet­ter in den Polar­ge­bie­ten sehr schnell ändern kann. Eine Expe­di­ti­ons­rei­se in die Ark­tis oder Ant­ark­tis bleibt immer ein gewis­ses Abenteuer.

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